Deadwax Listening Room in Landshut – Musik hören, Ruhe finden

Wann hast du zuletzt ein ganzes Album gehört? Dich hingesetzt, das Handy beiseitegelegt und der Musik deine volle Aufmerksamkeit geschenkt?

Genau dazu lädt der Deadwax Listening Room in Landshut ein. Hinter dem Konzept steht Ingo, der einen Ort geschaffen hat, an dem Menschen Musik wieder bewusst erleben können: auf Vinyl, über Kopfhörer und in einer ruhigen Umgebung mit möglichst wenig Ablenkung.

Ich durfte die Räumlichkeiten für Elsi-Foto fotografisch begleiten. Meine Aufgabe war es, den Charakter dieses Ortes einzufangen – das warme Licht, die Einrichtung und die kleinen Details, die seine Atmosphäre ausmachen.

Erst ein Gespräch, dann eine Schallplatte

Bei Deadwax beginnt das Hörerlebnis mit einem persönlichen Gespräch über Musik. Auf dieser Grundlage empfiehlt Ingo ein Album, das anschließend auf Vinyl gehört wird.

Damit bekommt die Musikauswahl eine persönliche Note. Vielleicht begegnet dir etwas Vertrautes, vielleicht entdeckst du einen Künstler oder eine musikalische Richtung, die du selbst kaum ausgewählt hättest.

Die Idee dahinter ist eine bewusste Pause vom digitalen Alltag. Weg vom Streaming und der ständigen Verfügbarkeit, hin zu einer Schallplatte, der du Zeit und Aufmerksamkeit schenkst. Digital Detox kann hier ganz einfach bedeuten: Platz nehmen, Kopfhörer aufsetzen und zuhören.

Bildunterschrift: Die gemütliche Sitzecke gibt den Räumen einen persönlichen Charakter – passend zu einem Konzept, das mit einem Gespräch über Musik beginnt.

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Ein Album und Zeit für dich

Eine Schallplatte bringt ihren eigenen Rhythmus mit. Ein Album hat einen Anfang, eine Reihenfolge und eine zweite Seite. Wer sich darauf einlässt, entdeckt auch die leiseren Stücke zwischen den bekannten Songs.

Im Deadwax Listening Room bekommt dieses Zuhören einen festen Platz. Die ruhige, reizarme Umgebung hilft dabei, sich ganz auf die Musik zu konzentrieren. Laut Ingo erleben Gäste das je nach Album und Stimmung als entspannend oder anregend.

Die Fotos zeigen den Rahmen dafür: einzelne Lichtquellen, gemütliche Sitzplätze, Kopfhörer und den Plattenspieler in unmittelbarer Nähe. Alles lädt dazu ein, für eine Weile anzukommen.

Bildunterschrift: Eine Hörstation im warmen Licht: Kopfhörer und Plattenspieler stehen bereit für eine persönliche Auszeit mit Musik.

Drei Möglichkeiten, Musik bewusst zu erleben

Für unterschiedliche Wünsche bietet Ingo drei Varianten an.

Listening – eine Schallplatte für dich

Ein Mensch, ein Album, eine Hörstation. Beim klassischen Listening gehört die Aufmerksamkeit ganz der eigenen musikalischen Entdeckungsreise.

Candlelight Listening – gemeinsam dasselbe Album hören

Zwei Menschen hören an einem Plattenspieler über zwei Kopfhörer dieselbe Schallplatte. Kerzenlicht, Wein, Käse und Obst begleiten die gemeinsame Zeit und schaffen einen romantischen Rahmen.

Listening zu zweit – gemeinsam kommen, individuell hören

Hier werden zwei Hörstationen gebucht. Jeder hört für sich ein eigenes Album. Eine Möglichkeit beispielsweise für Freunde, die gemeinsam eine Auszeit verbringen und dabei ihren persönlichen musikalischen Interessen folgen möchten.

Die Atmosphäre fotografisch einfangen

Bei meiner fotografischen Begleitung stand die Wirkung der Räume im Mittelpunkt. Die Bilder sollten vermitteln, wie Licht, Möbel und Musiktechnik zusammenspielen.

Dafür kam meine Canon EOS 5D Mark III zum Einsatz – die bewährte Spiegelreflexkamera zusammen mit einem Canon 16–35-mm-Weitwinkelobjektiv. Das Weitwinkel erlaubte mir, die Hörplätze im Zusammenhang mit ihrer Umgebung abzubilden.

Alle Aufnahmen entstanden mit Stativ. Bei ISO 100 und Blende 8 waren dadurch lange Belichtungszeiten möglich, teilweise bis zu 25 Sekunden. So konnte ich mit der vorhandenen Beleuchtung arbeiten und die warme Stimmung der Räume aufnehmen.

Gerade bei solchen Motiven darf ein Schatten auch ein Schatten bleiben. Die dunkleren Bereiche gehören zur Atmosphäre und geben den beleuchteten Elementen Raum.

Bildunterschrift: Ein Blick durch den Raum: Dunkle Vordergrundelemente rahmen den beleuchteten Plattenspieler ein und verleihen der Aufnahme Tiefe.

Kleine Details erzählen mit

Neben den Raumansichten waren mir die Detailaufnahmen wichtig. Der Tonarm über der Schallplatte, Lichtreflexe auf dem Vinyl und die Bedienelemente der Technik machen das analoge Musikhören auch visuell greifbar.

Besonders die Schwarz-Weiß-Aufnahme setzt innerhalb der Serie einen eigenen Akzent. Hier lenken keine warmen Farben vom Motiv ab. Der Blick folgt dem Tonarm, den Formen und den Reflexionen auf der Platte.

Bildunterschrift: Vinyl im Detail: Die Schwarz-Weiß-Aufnahme rückt Tonarm, Schallplatte und Lichtreflexe in den Mittelpunkt.

Ein analoger Look für einen analogen Ort

Die Nachbearbeitung erfolgte in Luminar Neo. Die Bilder wurden nur minimal zugeschnitten und mit Analog-Presets bearbeitet.

Dieser Look passt für mich zum Motiv: warme Farbtöne, ausgeprägte Schatten und eine Bildwirkung, die den Charakter der Räume unterstreicht. Die Serie verbindet dadurch den Blick auf die Einrichtung mit der Nähe zu den einzelnen Elementen.

Bildunterschrift: Plattenspieler und Verstärker im warmen Licht – technische Details als Teil der besonderen Raumatmosphäre.

Bewusst hören, bewusst hinsehen

Der Deadwax Listening Room bringt zwei Dinge zusammen, die im Alltag leicht zu kurz kommen: Zeit und Aufmerksamkeit.

Auch fotografisch war das ein schöner Ansatz. Für diese Aufnahmen ging es darum, genau hinzusehen, Perspektiven auszuwählen und dem vorhandenen Licht Zeit zu geben. So entstand eine Bildserie über einen Ort, der dazu einlädt, sich auf Musik einzulassen.

Danke, Ingo, für das Vertrauen und die Möglichkeit, deine Räume mit Elsi-Foto fotografisch festzuhalten.

Du möchtest das Konzept näher kennenlernen? Weitere Informationen findest du auf der Website des Deadwax Listening Room.

Weitere fotografische Geschichten und Entdeckungen findest du auf Elsi-Foto.