Manchmal braucht es keine anspruchsvolle Bergtour, um besondere Landschaften, herrliche Ausblicke und überraschende Entdeckungen zu erleben. Unsere Rundwanderung bei Kallmünz war dafür das beste Beispiel.
Auf rund 11,4 Kilometern verbindet die Tour wunderschöne Aussichtspunkte, geschichtsträchtige Orte und angenehm zu gehende Wege entlang von Wasser, Wald und markanten Felsformationen. Mit ungefähr 260 Höhenmetern im Auf- und Abstieg ist die Runde gut zu bewältigen und ideal für einen entspannten Wandertag.
Die Tour auf einen Blick
- Start und Ziel: Eichenberg bei Kallmünz
- Strecke: etwa 11,4 Kilometer
- Höhenmeter: ungefähr 260 Meter bergauf und bergab
- Gehzeit: rund 3 Stunden und 15 Minuten ohne längere Pausen
- Schwierigkeit: leicht bis moderat
- Tourart: Rundwanderung
- Besondere Highlights: Gipfelkreuz, Burgruine Kallmünz, Steinerne Brücke, Haus ohne Dach, Vils-Uferweg und Naturkino
Von Eichenberg zum ersten Aussichtspunkt
Unsere Wanderung begann am Eichenberg. Nach einer zunächst kurzen und entspannten Strecke durch die Natur erreichten wir bereits das erste große Highlight der Runde: das Gipfelkreuz oberhalb von Kallmünz.
Von hier aus eröffnet sich ein wunderbarer Blick über das Naabtal, auf Kallmünz und die umliegende Landschaft. Ein perfekter Platz, um kurz innezuhalten, die Aussicht zu genießen und sich auf den weiteren Weg einzustimmen.


Schon an diesem ersten Aussichtspunkt zeigte sich, was diese Wanderung ausmacht: Sie ist nicht besonders anstrengend, bietet aber dennoch erstaunlich viele landschaftliche Höhepunkte.
Hoch über Kallmünz – die Burgruine
Weiter führte uns der Weg zur Burgruine Kallmünz, die weithin sichtbar über dem Ort thront. Die historischen Mauern verleihen diesem Abschnitt der Tour eine ganz besondere Atmosphäre.
Von der Ruine aus konnten wir erneut einen weiten Blick über das Naabtal, Kallmünz und die umliegende Landschaft genießen. Die Kombination aus alten Mauern, felsiger Landschaft und dem Panorama über den beiden Flusstälern macht diesen Ort zu einem der schönsten Punkte der gesamten Wanderung.
Für Fotografen bieten sich hier zahlreiche reizvolle Motive: die historischen Mauerreste, der Blick hinunter auf den Ort und die Flusslandschaft sowie die wechselnden Perspektiven entlang des Burgareals.


Abstieg in den historischen Ort Kallmünz
Nach unserem Besuch der Burgruine ging es hinunter nach Kallmünz. Schon beim Abstieg fällt der prägnante Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael ins Auge, der das Ortsbild entscheidend mitprägt.
Kallmünz besitzt mit seinen engen Gassen, historischen Häusern und der Lage zwischen Naab und Vils einen ganz besonderen Charme. Der Ort wirkt gleichermaßen lebendig und entschleunigt – ideal, um ihn zu Fuß und mit der Kamera zu entdecken.

Entspannung an der Steinernen Brücke
An der Steinernen Brücke legten wir eine ausgiebige Pause ein. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das Wasser, die umliegende Landschaft und die markante Silhouette von Kallmünz.
Wir nutzten diesen ruhigen Platz, um uns etwas zu erholen und einfach für einen Moment die Umgebung zu genießen. Das Wasser, die historischen Gebäude und die Burg oberhalb des Ortes bilden gemeinsam eines der bekanntesten und schönsten Motive von Kallmünz.

Das geheimnisvolle Haus ohne Dach
Ein weiteres außergewöhnliches Ziel der Runde war das sogenannte „Haus ohne Dach“. Dabei handelt es sich um eine historische Wohnhöhle, die direkt in den mächtigen Dolomitfelsen am Fuß des Schlossbergs integriert wurde.
Die Öffnung im Felsen ist mit einer Hausfassade, Fenstern und einer Tür verschlossen. Dadurch entsteht der ungewöhnliche Eindruck eines Hauses, dessen eigentliches Dach durch den natürlichen Felsen ersetzt wird.
Dieser besondere Ort zeigt eindrucksvoll, wie Menschen früher die vorhandene Landschaft in ihre Lebensweise einbezogen haben. Gleichzeitig ist das Haus ohne Dach eines jener Motive, an denen man nicht einfach vorbeigeht, ohne genauer hinzusehen.

Zwischen Felsen und Wasser
Anschließend führte uns die Wanderung weiter auf dem Vils-Uferweg. Dieser Abschnitt gehört für uns zu den angenehmsten Teilen der Runde.
Der Weg verläuft entlang des Wassers und vorbei an eindrucksvollen Felsformationen. Hier konnten wir die Natur ganz in Ruhe genießen. Das Zusammenspiel aus Fluss, Felsen, Wald und schmalen Wanderwegen sorgt für eine abwechslungsreiche und gleichzeitig entspannte Atmosphäre.
Gerade nach den kulturellen und historischen Eindrücken in Kallmünz war dieser naturnahe Abschnitt ein schöner Kontrast.
Ein kleiner Abstecher ins Landschaftskino
Bevor es langsam wieder in Richtung unseres Ausgangspunkts ging, machten wir noch einen Abstecher zum Naturkino.
Statt einer Leinwand erwartet die Besucher hier der freie Blick in die Landschaft. Man nimmt Platz, lässt die Umgebung auf sich wirken und genießt einen Film, bei dem die Natur selbst Regie führt.
Eine ebenso einfache wie schöne Idee – und ein passender Ort, um die Eindrücke der Wanderung noch einmal in Ruhe nachwirken zu lassen.

Unser Fazit zur Rundwanderung bei Kallmünz
Die Rundwanderung von Eichenberg nach Kallmünz und zurück ist eine sehr abwechslungsreiche Tour, die Natur, Geschichte und wunderbare Ausblicke miteinander verbindet.
Mit rund 11,4 Kilometern und etwa 260 Höhenmetern ist die Strecke gut zu bewältigen. Für uns war sie eine lockere und sehr angenehme Wanderung, die ausreichend Zeit zum Fotografieren, Entdecken und Genießen ließ.
Besonders gefallen haben uns der Blick vom Gipfelkreuz in das Naabtal, die Burgruine hoch über Kallmünz, die entspannte Pause an der Steinernen Brücke sowie der schöne Weg entlang der Vils und der Felsformationen.
Wer eine nicht zu anstrengende, aber dennoch vielseitige Rundwanderung in der Oberpfalz sucht, sollte sich diese Tour rund um Kallmünz auf jeden Fall einmal ansehen.
Die Bilder dieser Tour wurden mit der Sony Alpha 6400 aufgenommen.
Unsere Tour bei Komoot:
Burgruine Kallmünz und Haus ohne Dach – Rundwanderung von Eichenberg

